Von Akteno Redaktion

Post 2027: Porto, digitaler Steuerbescheid und E-Rechnung – was sich für dich ändert

Ein Brief mit 1,15-€-Briefmarke, ein Kalenderblatt für Januar 2027 und ein Tablet mit digitalem Posteingang
Ab Januar 2027 wird der Brief teurer, und wichtige Post kommt öfter digital.

Das Wichtigste in Kürze: Zum 1. Januar 2027 ändern sich drei Dinge. Der Standardbrief soll 1,15 € statt 0,95 € kosten. Steuerbescheide kommen standardmäßig digital in Mein ELSTER, wenn du deine Erklärung elektronisch abgibst. Und Unternehmen mit mehr als 800.000 € Vorjahresumsatz müssen E-Rechnungen verschicken, ab 2028 gilt das für alle. Wichtige Post erreicht dich damit auf mehr Wegen, und die Fristen laufen auf jedem davon.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 24.10.2026 wieder. Die neuen Portopreise muss die Bundesnetzagentur noch genehmigen. Für steuerliche Fragen in deinem Einzelfall wende dich an dein Steuerbüro.

1. Porto: Was Briefe ab 2027 kosten

Die Deutsche Post hat am 20. Oktober 2026 die Briefpreise für 2027 und 2028 angekündigt (Pressemitteilung der Deutschen Post). Sie gelten vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur, deren Entscheidung im November erwartet wird.

SendungBisherAb 1. Januar 2027
Postkarte0,95 €1,15 €
Standardbrief0,95 €1,15 €
Kompaktbrief1,10 €1,25 €
Großbrief1,80 €2,35 €
Maxibrief2,90 €5,00 €
Standardbrief ins Ausland1,25 €1,45 €

Gleichzeitig ändern sich die Formate. Der Großbrief darf ab Januar bis zu 1.000 g wiegen und 3 cm dick sein, bisher waren es 500 g und 2 cm. Der Maxibrief darf schwerer und größer werden, aber nur noch 3 cm statt 5 cm dick sein (Stiftung Warentest). Viele dickere Umschläge, die bisher als Maxibrief liefen, kosten künftig nur noch das Großbrief-Porto. Einschreiben werden teurer, weil ihr Zusatzentgelt auf das höhere Briefporto aufschlägt.

Briefe sind auch nicht schneller geworden. Seit dem neuen Postgesetz von 2025 müssen 95 % der Briefe erst am dritten Werktag nach Einlieferung ankommen und 99 % am vierten. Plane fristgebundene Post deshalb mit Puffer.

Tipp: Briefmarken, die du schon gekauft hast, bleiben gültig. Du ergänzt sie einfach mit einer Ergänzungsmarke über den Differenzbetrag.

2. Steuerbescheid: ab 2027 standardmäßig digital

Wenn du deine Steuererklärung über Mein ELSTER abgibst, stellt dir das Finanzamt den Bescheid ab dem 1. Januar 2027 in der Regel nur noch elektronisch zum Abruf bereit (§ 122a AO). Einen Papierbescheid bekommst du dann nicht mehr automatisch. Am Tag der Bereitstellung erhältst du eine Benachrichtigung per E-Mail. 2026 war ein Übergangsjahr, in dem der digitale Bescheid noch eine Einwilligung brauchte.

Ab wann die Einspruchsfrist läuft

Ein bereitgestellter Bescheid gilt am vierten Tag nach der Bereitstellung als bekannt gegeben, auch wenn du ihn nicht öffnest. Ab dann läuft die Einspruchsfrist von einem Monat.

  • Bereitstellung in ELSTER: Montag, 8. März 2027
  • Bescheid gilt als bekannt gegeben: Freitag, 12. März 2027
  • Einspruchsfrist endet: Montag, 12. April 2027

Für Bescheide per Post gilt seit 2025 dieselbe Vier-Tage-Regel ab Aufgabe zur Post.

Lieber weiter Papier? So widersprichst du

Du kannst der digitalen Bekanntgabe ohne Begründung widersprechen. In Mein ELSTER findest du die Option unter „Formulare & Leistungen“ → „Elektronische Bekanntgabe verwalten“ → „Dauerhafte postalische Bekanntgabe beantragen“ (Steuertipps). Alternativ reicht ein formloser Brief an dein Finanzamt. Der Widerspruch gilt nur für künftige Bescheide.

Damit dir kein Bescheid entgeht

  • Prüfe, ob in Mein ELSTER deine aktuelle E-Mail-Adresse hinterlegt ist.
  • Sieh nach, wann dein ELSTER-Zertifikat abläuft, und verlängere es rechtzeitig.
  • Sorge dafür, dass ELSTER-Benachrichtigungen nicht im Spam-Ordner landen.
  • Trage dir jeden neuen Bescheid mit Fristende in den Kalender ein.

3. E-Rechnung: 2027 endet die Schonfrist für größere Unternehmen

Die E-Rechnungspflicht im inländischen B2B-Geschäft kommt in Stufen (IHK Region Stuttgart):

AbWas gilt
1. Januar 2025Alle Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können, auch Kleinunternehmer.
1. Januar 2027 Unternehmen mit mehr als 800.000 € Umsatz im Jahr 2026 müssen E-Rechnungen verschicken. Kleinere dürfen mit Zustimmung des Empfängers noch Papier- oder PDF-Rechnungen schicken.
1. Januar 2028Alle Unternehmen müssen E-Rechnungen verschicken.

Eine PDF-Rechnung per E-Mail ist keine E-Rechnung. Gemeint sind strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD ab Version 2.0.1. Ausgenommen sind Rechnungen an Privatkunden, Kleinbetragsrechnungen bis 250 € und Rechnungen von Kleinunternehmern nach § 19 UStG. Empfangen müssen aber auch Kleinunternehmer E-Rechnungen.

Was das für deine Post bedeutet

Wichtige Post kommt künftig auf drei Wegen: im ELSTER-Postfach, per E-Mail als E-Rechnung und weiter im Briefkasten. Briefe von Behörden, Gerichten, Krankenkassen, Banken oder Gläubigern bleiben, und für sie laufen genauso Fristen. Wer unterwegs ist oder von zu Hause arbeitet, sieht sie oft erst Tage später.

Mit einem digitalen Posteingang landet auch deine Briefpost dort, wo der Rest schon ist: Akteno nimmt deine Geschäftspost an, scannt sie und stellt sie dir im Portal und in der App bereit. Über jeden neuen Brief benachrichtigen wir dich per E-Mail. Originale, die du in Papierform brauchst, leiten wir dir weiter.

Checkliste für den Jahreswechsel

  1. Prüfe deinen Briefmarkenvorrat und besorge Ergänzungsmarken über 0,20 €.
  2. Entscheide, ob du Steuerbescheide digital oder auf Papier bekommen willst.
  3. Kontrolliere E-Mail-Adresse und Zertifikat in Mein ELSTER.
  4. Teste, ob du E-Rechnungen öffnen, prüfen und archivieren kannst.
  5. Prüfe deinen Umsatz 2026: Liegt er über 800.000 €, musst du ab Januar E-Rechnungen verschicken.
  6. Leg fest, wer deine Briefpost liest, wenn du unterwegs bist.

Häufige Fragen

Bleiben alte Briefmarken gültig?

Ja. Briefmarken mit Euro-Wert bleiben gültig. Für das neue Porto klebst du eine Ergänzungsmarke dazu.

Bekomme ich den Steuerbescheid zusätzlich per Post?

Nein. Wird der Bescheid elektronisch bekannt gegeben, verschickt das Finanzamt keinen Papierbescheid mehr. Wenn du Papier willst, musst du widersprechen.

Muss ich als Kleinunternehmer E-Rechnungen schreiben?

Nein, Rechnungen von Kleinunternehmern nach § 19 UStG sind ausgenommen. Empfangen musst du E-Rechnungen aber trotzdem können.

Fazit

2027 wird der Brief teurer, und wichtige Post wird digitaler. Für dich heißt das vor allem: mehr Postfächer im Blick behalten, denn die Fristen laufen überall gleich. Wenn du ELSTER und deine E-Rechnungen vor dem Jahreswechsel prüfst und deine Briefpost digital empfängst, verpasst du keine Frist mehr.

Quellen und weiterführende Beiträge

Geschäftspost mit Akteno digital organisieren

Vom Brief bis zum auffindbaren Dokument: Entdecke die Leistungen für deinen Arbeitsalltag.

Pakete im Vergleich

Wenn du eine Geschäftsadresse mit digitaler Postbearbeitung suchst, findest du hier die aktuellen Akteno-Pakete im Überblick.

Standard

2,90 €/ Monat

34,80 € pro Jahr, jährlich abgerechnet statt 59,88 €

Aktion bis 1. November

zzgl. USt.

Adresse & Nutzung

  • Geeignet für Impressum und Datenschutzerklärung

    Enthalten
  • Geschäftsadresse ohne Einrichtungsgebühr

    Enthalten
  • Projekte

    Die erlaubte Nutzung richtet sich nach Paket und Zweck.

    2
  • Einrichtungsgebühr

    Keine
  • Geeignet für Rechnungen und laufende Kommunikation

    Nicht enthalten
  • DPMA

    Nicht enthalten
  • Gewerbeanmeldung

    Nicht enthalten
  • Geeignet für den Eintrag im Gewerbe und Handelsregister

    Nicht enthalten

Post & Extras

  • Kostenlose Briefmarken pro Monat

    0
  • Briefe digital verfügbar (PDF-Scan)

    Enthalten
  • Eigene Linkseite mit Impressum (skip.social)

    Links, Texte, Logo, Farben und Klickstatistik für deine Bio.

    Nicht enthalten
  • Passend für Retouren- und Serviceprozesse

    Nicht enthalten
  • Inklusive eines Bürotages in unserem Coworkingspace (pro Monat)

    Nicht enthalten

Alle Preise zzgl. MwSt. Quartal und Jahr werden im Voraus abgerechnet, kündbar zum Ende der Laufzeit.

Leistung

Alle Preise zzgl. MwSt.

Standard

2,90 €/ Monat

34,80 € pro Jahr, jährlich abgerechnet statt 59,88 €

Aktion bis 1. November

zzgl. USt.

Pro

Empfohlen

10,99 €/ Monat

131,88 € pro Jahr, jährlich abgerechnet statt 179,88 €

Du sparst 48,00 € im Jahr

zzgl. USt.

Experte

Limitierte Plätze

54,08 €/ Monat

649,00 € pro Jahr, jährlich abgerechnet statt 708,00 €

Du sparst 59,00 € im Jahr

zzgl. USt.

Adresse & Nutzung

Geeignet für Impressum und Datenschutzerklärung

Geschäftsadresse ohne Einrichtungsgebühr

Projekte

Die erlaubte Nutzung richtet sich nach Paket und Zweck.

Einrichtungsgebühr

Geeignet für Rechnungen und laufende Kommunikation

DPMA

Gewerbeanmeldung

Geeignet für den Eintrag im Gewerbe und Handelsregister

Post & Extras

Kostenlose Briefmarken pro Monat

Briefe digital verfügbar (PDF-Scan)

Eigene Linkseite mit Impressum (skip.social)

Links, Texte, Logo, Farben und Klickstatistik für deine Bio.

Passend für Retouren- und Serviceprozesse

Inklusive eines Bürotages in unserem Coworkingspace (pro Monat)

Alle Preise zzgl. MwSt. Quartal und Jahr werden im Voraus abgerechnet, kündbar zum Ende der Laufzeit.

Was unsere Kunden sagen

Aktuelle Erfahrungen mit Akteno, direkt aus den Google-Bewertungen.

Mario Koretz
Mario Koretz
vor 4 Monaten

Ich brauchte als Freiberufler für das Impressum eine unkomplizierte Lösung für eine ladungsfähige virtuelle Geschäftsadresse. Hier bin ich fündig geworden. Der Standarttarif hat keine unnötigen Restriktionen wie bei anderen Anbietern. Die Einrichtung war quasi instantan und mein Problem gelöst.

Michele Leisibach
Michele Leisibach
vor 6 Monaten

Ich brauchte eine Geschäftsadresse für das Impressum meiner Internetseite und habe das Basic-Angebot gebucht. Alles lief sehr schnell. Die Authentifizierung, die später erfolgen muss, ist auch recht unkompliziert. Gutes Preis/Leistung Verhältnis.

Christina Isele
Christina Isele
vor 6 Monaten

Schnelle Antworten. Schnelle Einrichtung. Teilweise etwas unklar, was eingegeben werden muss, wenig Erklärungen zur Vorgehensweise auf der Webseite. Dennoch toller Service. Habe den Service erst vor 1 Woche gemietet, deshalb kann ich die Umsetzung noch nicht bewerten.

Marco Klass
Marco Klass
vor 10 Monaten

Top Service und immer freundlich. Ich kann den Versanddienstleister meiner eingegangenen Sendungen selbst wählen und erhalte die Post einmal wöchentlich weitergeleitet. Perfekt für den Empfang von Kundenpaketen